09.11.2020

Anfrage an den Schulträgerausschuss zur Raumkapazität der Friedrich-Ebert-Grundschule

Nordfassade Friedrich-Ebert-Grundschule (Bild: JMT)

Die Friedrich-Ebert-Grundschule ist mit ihrer Raumkapazität am Limit. Davon und von den weiteren Mängeln der Schule konnten sich Mitglieder unserer Stadtratsfraktion bei einem Besuch der Schule  überzeugen. Die für die Schule geplanten Schülerzahlen sind überschritten und in diesem Jahr haben die Anmeldezahlen der 1. Klassen noch einmal eine Steigerung erfahren. 

Bei den Eltern ist das Angebot der Schule beliebt und das erklärt sicher auch die erhöhten Anmeldungen. Das Ganztagesangebot bietet Eltern die Sicherheit, dass ihre Kinder während ihrer Berufstätigkeit versorgt sind. Der bilinguale Unterricht und das MINT-Angebot sind weitere Pluspunkte der Schule. Darüber hinaus ist die Schule Schwerpunktschule, die Kinder mit besonderem Förderbedarf aufnimmt. Soweit möglich, hat die Schulleitung reagiert, Funktionsräume zu Klassenzimmern umfunktioniert, die betreuende Grundschule ausgelagert. Aber auch da sind jetzt Grenzen erreicht. 

Die Mängel der Schule, über die Raumknappheit hinaus, liegen in der Bauweise mit unzureichender Isolierung (nach den Sommerferien permanenter Unterrichtsausfall durch „hitzefrei“) und unzureichendem Schallschutz. Dazu kommt, dass z.B. Sportanlagen gemeinsam mit der benachbarten Realschule plus genutzt werden müssen, was bei den steigenden Schülerzahlen ebenfalls grenzwertig ist und zu Unterrichtsausfall führt. 

Leider lässt der für Sommer 2020 angekündigte Schulentwicklungsplan weiter auf sich warten. Mit  kurzfristigen Ergebnissen daraus ist eher nicht zu rechnen. Ebenso wird eine Wirtschaftlichkeits- und Machbarkeitsstudie mit der Fragestellung An- oder Neubau nur mittel- bis langfristig Entspannung bringen. 

Auch gerade in Zeiten der COVID-19 Pandemie ist ein vernünftiges, nachhaltiges und zeitnah umzusetzendes Raumkonzept, welches sich an den gestiegenen Schülerzahlen sowie dem aktuellen Bedarf orientiert, essenziell, um ein zusätzliches Infektionsrisiko zu minimieren.  

Alle Mängel waren schon lange (vor Corona) bekannt. Jetzt ist es Zeit zu handeln. 

Wir fragen deshalb: 

  • Wann ist mit dem Kindergarten- und Schulentwicklungsplan zu rechnen? 
  • Mit welcher Priorität wird dann die Verbesserung der Situation sowohl an der Grundschule, als auch der Realschule plus „Friedrich-Ebert“ in Angriff genommen? 
  • Warum ist die Aufstellung eines Containers erst in den Sommerferien 2021 geplant? 
  • Welche Maßnahmen über den Ankauf von Containern hinaus können die Situation an der Friedrich-Ebert-Grundschule kurzfristig entspannen und müssen diese nicht auch im Haushalt verankert werden?

Hier erhalten Sie die Anfrage als PDF-Datei.



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